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azubi.report 2018 – Weil sich Azubis und Unternehmen endlich finden müssen

Trinh Nguyen

Das mit der Ausbildungs- und Auszubildendensuche ist ja so eine Sache: Der azubi.report 2017 zeigte bereits, dass es alles andere als einfach ist, den perfekten Azubi für seine Ausbildungsstelle zu finden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Auszubildende und Personaler häufig aneinander „vorbeisuchen“. Diskrepanzen zwischen Azubis und Personaler und Unzufriedenheit auf beiden Seiten – muss das so weitergehen?

WIE AZUBIS UND PERSONALER SICH GEGENSEITIG VERPASSEN

Wie schaut eine gute Bewerbung aus? Bei diesem Thema gehen die Vorstellungen der Personaler und das Verhalten der Auszubildenden weit auseinander. Schüler recherchieren überwiegend online über mögliche Ausbildungsberufe und ausgeschriebene Stellen. Unternehmen nutzen bei der Ausschreibung jedoch vermehrt Offline-Angebote. Dem entgegen bekommen Schüler im Schulunterricht immer noch beigebracht, dass eine Bewerbung postalisch zu verschicken ist: Ganze 43,5 Prozent der Bewerber bevorzugen die Bewerbung per Postweg, doch nur 6,9 % der Personaler finden diese Bewerbungsform gut.

VON SCHLECHTEN BEWERBUNGEN UND VIELEN ABSAGEN

Ob von Hauptschülern, Realschülern oder Abiturienten: Im Vergleich zu den vergangenen Jahren bewerteten Personaler im azubi.report 2017 die Qualität der Bewerbungen durchweg als schlechter.

„Die Ausbildungsreife der Schülerinnen und Schüler sowie die Qualität der Bewerbungen haben abgenommen.“ 

Es wurde bereits erwähnt, dass die Bewerbungsvorbereitung an Schulen nicht den modernen Vorstellungen von Unternehmen an eine gute Bewerbung entsprechen. Damit geht der Appell an die Schulen, ihr Bewerbungstraining zu modernisieren.

Die Unzufriedenheit der Personaler aufgrund schlechter werdenden Bewerbungen spiegelt sich natürlich auch bei den Schülern wider – nämlich dann, wenn Bewerbungsaufwand und -erfolg weit auseinander gehen. Verbesserungsbedarf hat aus Sicht der Auszubildenden auch der Berufsschulunterricht. Viele Azubis haben das Gefühl, dass die Inhalte nicht gut vermittelt werden und wünschen sich einen höheren Praxisbezug.

DAS GEHT DOCH BESSER

Unternehmen und Schüler müssen einen großen Schritt aufeinander zugehen. Das fängt bereits bei der Bewerbung an: Um potenzielle Azubis zu erreichen, müssen Unternehmen dort präsent sein, wo diese auch zu finden sind – nämlich online.

Damit Unternehmen und passende Azubis erfolgreich matchen können, erfordert das außerdem die Hilfe von Schulen. Die Vorbereitung auf den Bewerbungsprozess muss zeitgemäßer stattfinden – und der ist digital.

Bei der Zusage hört die Beziehung zwischen Azubi und Unternehmen nicht auf. Auszubildende sind unzufrieden mit dem Berufsschulunterricht – ein höherer Praxisbezug muss her.

AKTUELLE TRENDS

Ein Jahr ist es her, seitdem die Handlungsempfehlungen im azubi.report 2017 veröffentlicht wurden. Besonders interessant zu erfahren ist natürlich: Hat sich seither etwas getan?

Ernüchternde Ergebnisse über Ausbildungsabbrecher zeigen: Nein. Was uns das sagt: Es darf nicht länger nur von schwer zu besetzenden Ausbildungsstellen und schlechten Bewerbungen die Rede sein – es muss gehandelt werden.

UND WAS SAGEN SIE DAZU?

Die Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung der Bewerbungsvorbereitung und der tatsächlichen Qualität der Bewerbungen führt zu unzufriedenen Arbeitgebern und Arbeitnehmern – und zu unbesetzten Ausbildungsstellen.

Wo sehen Sie Herausforderungen bei der Suche nach Auszubildenden? Wie ist es in Ihrem Unternehmen? Haben Sie dazu auch eine Story zu erzählen? Nehmen sie an der Personaler-Befragung für den azubi.report 2018 teil und tragen Sie dazu bei, dass Schüler, Unternehmen und Schulen stärker aufeinander zugehen – damit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer weitaus mehr als nur ein formaler Arbeitsvertrag entstehen kann. Es geht um das Matching zwischen Azubis und Unternehmen, die perfekt zueinander passen. 

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