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Mediencamps 2018 – was wir von einem Schülerworkshop fürs Recruiting gelernt haben

Sabine Zagar

Die meisten Lehrer können ein Lied davon singen: Schüler zu Mitarbeit und Eigeninitiative zu motivieren, kann frustrierend und erfolglos sein – zumindest dann, wenn man sie mit dem Thema nicht erreicht. Ganz anders ist die Situation, wenn man voll ins Schwarze trifft. Dann rücken sogar die Ferien und die Möglichkeit, seine Freizeit bei 30 Grad im Schwimmbad zu verbringen, in den Hintergrund. So geschehen bei den Mediencamps, die wir im Sommer im Zuge unserer #startklar-Initiative zwischen Ausbildung.de und dem Jugendmagazin SPIESSER durchgeführt haben. Aber von vorne.

Worum ging es in den Mediencamps?

Schülerinnen und Schüler bekamen die Möglichkeit, an drei Standorten – Berlin, Dresden und Bochum – an einem einwöchigen Medien-Workshop teilzunehmen. Auf dem Stundenplan standen Suchmaschinenoptimierung, Online- und YouTube-Marketing sowie die Erstellung von Printartikeln und Videobeiträgen. Unterrichtet wurde von Redakteuren und Marketing-Managern. Schüler hatten so die Möglichkeit, in Medienberufe hineinzuschnuppern und sich erstes Fachwissen anzueignen.

Warum persönliches Kennenlernen so wichtig ist

Die teilnehmenden Schüler sind heute ihrem Traumberuf ein Stückchen näher gekommen. Sie konnten herausfinden, welche Schwerpunkte man in Medienberufen setzen kann und wissen, was sie tun müssen, um ihre beruflichen Ziele zu erreichen. Einige der Schüler werden in Zukunft die SPIESSER-Redaktion unterstützen. Dabei war der Workshop nicht per se für die Rekrutierung von Nachwuchskräften gedacht, sondern vor allem zum Austausch und der Förderung junger Talente.

Was wir aus den Schülerworkshops fürs Recruiting gelernt haben

Wer attraktive Angebote der Berufsorientierung zur Verfügung stellt – sei es durch Workshops, der Möglichkeit, an einem Probetag teilzunehmen oder ein Orientierungspraktikum zu absolvieren – der sorgt für eine starke Bindung zwischen Nachwuchs und Unternehmen.

Probetage und Orientierungspraktika zählen zudem zu den stärksten Entscheidungshilfen, wenn es um das Suchen und Finden des Traumjobs geht – insbesondere bei der Zielgruppe Schüler.

Das sagte übrigens auch die Mehrheit der 4000 Befragten des gerade erschienenen azubi.reports 2018. Ein weiterer positiver Effekt: Wer aus persönlichem Interesse und mit einer klaren und vor allem realistischen Vorstellung in einen Beruf oder eine Ausbildung einsteigt, ist seltener unzufrieden. So sind enttäuschte Erwartungen der Hauptgrund für Auszubildende, ihre Ausbildung vorzeitig abzubrechen.

Vielleicht muss man gar nicht alle erreichen – sondern nur die Richtigen?

Denken wir noch mal an den Lehrer, der versuchen muss, alle seine Schüler von einem bestimmten Thema zu begeistern. Vielleicht ist dies der größte Vorteil, den man im Recruiting von Nachwuchs hat. Man muss überhaupt nicht alle erreichen und überzeugen – sondern nur die Richtigen.

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