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Drei gute Gründe, warum Unternehmen User-Generated-Content für Employer Branding nutzen sollten

Virginia Kalla

Es scheint so simpel zu sein und doch will er gut eingesetzt werden: der Call-to-Action. Man richtet ihn an die Community, teilt eigene Erfahrungen mit der Welt oder stellt motivierende Fragen. Richtig eingesetzt, kann er (gerade) auch im Recruiting enorme Wellen schlagen und dazu führen, dass unzählige User einer Aufforderung nachkommen, beispielsweise unter einem bestimmten Hashtag über ihre Erfahrungen in Bewerbungsgesprächen zu berichten. Content wie diesen kann man als Unternehmen wiederum nutzen, um ihn selbst zu teilen oder darauf zu reagieren und so in Konversation mit der Zielgruppe zu treten. Dieser User-Generated-Content ist eine Win-Win-Situation für User und Unternehmen und das aus verschiedenen Gründen – und er ist aus Employer-Branding-Sicht für das Recruiting unabdingbar.

1. User-Generated-Content erhöht die Reichweite und Sichtbarkeit der Marke.

Vor allem in Zeiten neuer Facebook-Algorithmen wird es zunehmend schwieriger für Unternehmen Reichweite zu generieren. User-Generated-Content kann dabei helfen bzw. entgegenwirken, da Interactions von den sozialen Netzwerken als „positiv“ gewertet und dementsprechend öfter ausgespielt werden als Beiträge, die keine Interactions aufweisen.

Zudem zeigen Studien, dass Marken und Seiten mehr Aufmerksamkeit genießen, wenn andere Nutzer auf ihren eigenen Kanälen auf die Marken Bezug nehmen. Tatsächlich wirken sich Interactions und Reactions nicht nur auf die Sichtbarkeit der Seiten auf den Plattformen selbst aus: Auch für SEO und die Sichtbarkeit bei Google spielen diese sogenannten Social Signals eine wichtige Rolle. Letztlich trägt eine hohe Sichtbarkeit und Reichweite auch zur Stärkung der Arbeitgebermarke und der gesteigerten Wahrnehmung des Unternehmens als attraktiven Arbeitgeber bei.

2. User-Generated-Content ist kostengünstig und mit geringem Aufwand verbunden.

Insbesondere Unternehmen, die nur knappe Ressourcen für das Bespielen der eigenen Social-Media-Kanäle haben, können von User-Generated-Content profitieren, da hier mit relativ geringem Aufwand sinnvolle und nützliche Inhalte entstehen können. Statt selbst aufwendige High-Quality-Videos zu produzieren, die im schlimmsten Fall von der Zielgruppe ohnehin nur als übertriebene Image-Filme betrachtet werden, sollte man die Kreativität der Community nicht unterschätzen.

So kann selbst der kleine Handwerksbetrieb von nebenan in einem Beitrag auf Instagram dazu auffordern, eigene handwerkliche Kreationen zu einem bestimmten Thema zeigen, mit dem Ansporn, die besten Werke später zu teilen. Doch funktioniert das? Mit Sicherheit, denn schließlich besteht bei der Mehrzahl der Social-Media-User das Bedürfnis sich selbst mitzuteilen, Aufmerksamkeit zu bekommen und somit Teil einer Community zu werden. User-Generated-Content ermöglicht es so Unternehmen, eine günstige und vor allem authentische Art und Weise des Employer Brandings für ihr Recruiting einzusetzen.

3. User-Generated-Content ist authentisch und schafft eine bessere Bindung zur Zielgruppe.

Letztlich dürfen wir nicht vergessen, dass insbesondere die zukünftigen Bewerber und Bewerberinnen Digital Natives sind und dementsprechend schnell hinter die Fassade von unauthentischen Kampagnen blickt. Umso mehr Wert legen sie deshalb auf authentische Einblicke ins Unternehmen. Und was wäre demnach authentischer, als von der Community erstellte Inhalte? Durch das Teilen und Wertschätzen der Beiträge von Usern ruft das außerdem bei den Nutzern Sympathie hervor und schafft Vertrauen.

Beim Thema Recruiting verhält es sich außerdem nicht anders, als beim Buchen eines Urlaubs oder bei der Wahl eines Restaurants: Interessierte verlassen sich gern auf die „objektive“ Meinung anderer Menschen, die bereits Erfahrungen gemacht haben. Bewertungen und Erfahrungsberichte spielen demnach auch eine wichtige Rolle für die Stärkung der Arbeitgebermarke – und können so auch ein wichtiger Bestandteil von User-Generated-Content sein. Dies führt dazu, dass positiver Content dieser Sorte einen sinnvollen Effekt für das Employer Branding des Unternehmens hat, indem potenzielle Bewerber und Bewerberinnen neugierig auf das Unternehmen werden und es sich als Arbeitgeber besser vorstellen können. Eine Win-Win-Situation für Unternehmen und User.

Fassen wir zusammen: User-Generated-Content fürs Recruiting in a Nutshell

Selbstverständlich können sich Unternehmen auch einfach auf altbewährte Social-Media-Techniken verlassen, jedoch müssen sie sich, dank der Umstellungen diverser Algorithmen, darauf gefasst machen, tief in die Tasche zu greifen, um zumindest die gewünschte (bezahlte) Reichweite zu erreichen – während der organische Traffic nach und nach schwindet. Doch wozu das Rad neu erfinden, wenn man sich eigentlich genau das zu Nutze machen kann, was ohnehin da ist? In diesem Fall sprechen wir natürlich von den Usern – genau denjenigen, die sich für das Unternehmen interessieren, hinter die Kulissen blicken und mehr erfahren wollen. Und genau diese Man- und Womanpower lässt sich für das Bespielen der eigenen Unternehmenskanäle nutzen, indem spezielle Inhalte produziert werden, die die User zur Interaktion auffordern.

Insbesondere, da sich die Social-Media-Landschaft wieder in die Richtung entwickelt, wie sie ursprünglich mal gedacht war – back to the roots – um sich mit anderen Menschen und auch mit Unternehmen zu verbinden, sollten Unternehmen diese Wege auch für die Stärkung ihrer Arbeitgebermarke und verstärkt fürs Recruiting nutzen, etwa über den Einsatz der eigenen Mitarbeiter als Markenbotschafter oder Corporate Influencer. Aber als Unternehmen muss man gar nicht zwingend so weit gehen, um Bewerbern und Bewerberinnen einen authentischen Einblick in den Unternehmensalltag zu gewähren und die eigene Arbeitgebermarke herauszustellen. Lassen wir die User doch selbst bestimmen, was sie über das Unternehmen erfahren wollen und wo man ihnen Einblicke verschaffen kann.

 

 

Bildquellen:

Laptop: rawpixel/unsplash.com

Passion: Ian Schneider/unsplash.com

Glühbirnen: Kari Shea/unsplash.com

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